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Jemias der wahre Herrscher des
rosaroten Rubins
1
Vor vielen hundert Jahren, lebten die Menschen in einer Zeit, in der noch die böse Magie der Hexen und die, der guten Feen die Welt bestimmte.
Damals gab es ein großes Königreich, größer und mächtiger als Jedes andere auf der Welt.
Man nannte es: „Das Reich des rosaroten Rubins“.
Seinen Namen bekam es, weil in dessen Mitte ein riesiger Rubin wuchs, der rosarot strahlte.
Er strahlte so wunderschön und bedeutungsvoll, dass manch Einer Angst hatte ihn anzuschauen, um nicht sein Augenlicht zu verlieren.
Er wurde von vielen wunderschönen Elfen beschützt.
Dieser mächtige Stein war nicht zu entfernen, man konnte ihn nicht ausheben, er war wie fest gewachsen, tief in der Erde verankert.
Seine einmalige Besonderheit, war seine unsichtbare Macht.
Jeder der König dieses Reiches und dessen Rubins war, war unbesiegbar.
Er war stärker als ein Bär, schneller als ein Rennpferd und klüger als ein Fuchs.
Aus diesem Grunde wollte jeder König werden.
Vor allem das Böse wollte seine Macht.
Der König zu jener Zeit hieß Napton.
Er war sehr gutmütig, er ließ es seinem Volk an nichts mangeln.
Doch seine Stimmung war getrübt, denn bald schon sollte wieder ein großer erbarmungsloser Kampf um sein Reich stattfinden.
Der boshafte und grausame Fürst der Finsternis, Rujo wollte an die Macht und das mit allen Mitteln.
Das gesamte Königreich war in Aufruhr.
Jeder wollte gegen Rujo kämpfen, ob Bauer oder Graf.
Alle wollten diesen schönen Ort bewahren.
Sie hatten große Angst davor, was geschieht, wenn sie diesen Kampf verlieren würden.
2
Die große Schlacht war für den nächsten Vollmond angesagt.
In dieser Nacht sah der Himmel aus als würde er Angst haben.
Die Wolken zogen so schnell sie konnten am Königshaus vorbei.
Es war nicht dunkel, es war eher ein gespenstisches Grau, als ob der Herr der Wolken ahnen würde was gleich geschieht
Tausende böse Kreaturen stürmten das Königreich.
Niemand hatte mit so Vielen gerechnet.
Es waren die Kobolde aus dem tiefen Wald, die Hexen der schwarzen Berge, die niederträchtigen Wölfe der finsteren Nacht und viele andere merkwürdige grauenerregende Monster.
Alle hatte Fürst Rujo auf seine Seite gezogen und ihnen versprochen ein Teil der Macht zu bekommen.
Die Menschen des Königreiches wehrten sich mit allen was sie hatten, doch sie verloren bald den Kampf.
Mit so vielen konnten sie es einfach nicht aufnehmen.
Nun fiel der Fürst in Königshaus ein.
König Napton und seine Elfen dachten sie hätten nichts zu befürchten, sie hatten ja die Macht des Rubins auf ihrer Seite.
Auf einmal betrat die alte böse Hexe Feliz denn Raum.
Mit einem Zauber belegte sie den König, er viel in einen tiefen Schlaf.
Sofort riss Rujo ihm die Krone vom Kopf und tötete ihn.
Dann berührte er den Rubin, dieser leuchtete hell auf und empfing seinen neuen Herrscher.
Die guten Elfen flogen so schnell wie möglich zu Napon um nach ihm zu sehen und ihm zu helfen.
Doch es war zu spät, er war tot.
Rujo lachte voller Übermut.
Er befahl den Elfen sich ihm zu unterwerfen, doch diese versuchten ihn mit ihren Zauberstäben zu verletzen.
Es half nichts, er war viel mächtiger als sie.
Schnell ergriffen sie voller Angst die Flucht.
Im Inneren wussten sie, dass dies nicht das Ende sein kann.
Das Gute würde siegen.
Früher oder später gäbe es wieder einen so gütigen König, wie Napton es war.
Rujo vertrieb die restliche Königsfamilie an denn Rand der Stadt, so dass sie da in bitterer Armut leben sollten.
3
Als Rujo die Macht übernahm wand sich alle Schönheit gegen ihn.
Die Blumen hörten auf zu blühen, die Bäume trugen keine Blätter mehr und die saftigen grünen Wiesen verschimmelten.
Viele Jahre vergingen, bald vergasen die Einwohner was geschehen war, es wurden neue Generationen geboren.
Sie kannten diese Geschichte nur noch aus Erzählungen.
Sie wuchsen in einer Welt voller Finsternis auf.
Die Elfen und der gütige König Napton wurden vergessen.
Nur ein Hoffnungsschimmer blieb den Menschen, den in denn Überlieferungen stand geschrieben:
„Das eines Tages ein Kind geboren würde, dass die Macht hatte Rujo zu besiegen, der der wahre Sohn des rosaroten Rubins sei“.
Daran klammerten sich die Menschen, doch viele konnten die Dunkelheit einfach nicht mehr ertragen und starben.
Es herrschte große Hungersnot.
Rujo kümmerte sich nicht um das Volk, nicht einmal, als die ersten Seuchen ausbrachen.
Er brachte keine Medizin, Essen oder sauberes Trinkwasser, er ließ die Menschen verrotten.
Mit seinem unermesslich großem Reichtum wäre es ein Leichtes gewesen sein Volk zu retten, doch es interessierte ihn nicht.
Sein Herz war aus Stein.
Am Rande der Stadt lebte eine Familie in einer winzigen Hütte.
Diese Hütte gab es schon zu Naptons Zeiten.
Vom Urgroßvater bis hin zum kleinen Enkel.
Der größte Sohn der Familie Redar hatte die junge Marie geheiratet.
Sie lebte von nun an mit unter dem selben Dach, den sie konnten sich kein eigenes Heim leisten.
Als Marie ein Kind erwartete waren alle glücklich und traurig zu gleich. Niemand wollte seine Kinder hier, in diesem Elend heranwachsen sehen.
Doch ohne Kinder gäbe es gar keine Zukunft mehr, dachte Redar und Marie.
Sie wollten alles tun damit ihr Baby glücklich wird.
4
Es war eine sehr schwere, anstrengende Geburt.
Die ganze Familie bangte um Kind und Mutter.
Doch als man plötzlich ein lautes kräftiges Geschrei hörte , viel alle Sorge ab.
Redar stürmte sofort hinein und sah seinen Sohn in der Wiege, umgeben von einem hellen Stahlen.
Als wäre er von einem Stern gefallen wäre.
Als er ihn noch genauer ansah, erblickte er seinen Bauchnabel.
Er musste zweimal hinsehen, denn aus ihm ragte ein rosaroter Rubin.
Redar berührte ihn und merkte das er wie fest gewachsen war, tief in seiner Haut verwurzelt.
Der Rest der Familie schaute voller Ehrfurcht auf das Kind hinab.
In diesem Moment wurde ihnen allen bewusst, was dies zu bedeuten hatte.
Die Überlieferung musste wahr sein.
Das Kind der rosaroten Rubins war endlich geboren.
Sie wussten, dass sie ihn von diesem Tage an, mit ihrem Leben beschützen mussten.
Wenn Rujo davon erfährt würde er ihn töten.
Er würde seine Macht mit seinem Leben beschützen und jeden dafür beiseite räumen.
Sie nannten in Jemias.
Als Marie ihn auf dem Arm hielt, blickte sie zum Fenster und sah drei kleine Elfen die voller Freude Jemias ansahen.
Jemias wuchs beschützt heran.
Wenn er hinfiel hatte er niemals eine Verletzung, er war auch nie krank, nicht einmal ein kleinen Schnupfen, hatte er.
Er war sehr stark und schnell niemand der anderen Kinder konnte es mit ihm aufnehmen.
Vor allem war er sehr schlau, keiner konnte ihm etwas vormachen.
Jeder der Jemias kannte mochte ihn sofort, er hatte eine sehr positive Ausstrahlung und seine Eltern waren mächtig stolz auf ihn.
Trotz allem war er oft traurig und einsam, vor allem als er älter wurde.
Er wusste, dass er für etwas außergewöhnliches bestimmt war, dass er niemanden sein Geheimnis preisgeben konnte.
Auch wenn er darüber oft traurig war, seine Mutter sagte, dass immer alles zu seiner Zeit käme, man hat Großes mit ihm vor.
Eines Tages würden die Elfen wiederkommen, so wie am Tag seiner Geburt.
5
Die Prophezeiung seiner Mutter sollte sich bald bewahrheiten.
An seinem achtzehnten Geburtstag flogen auf einmal viele kleine Elfen in die alte Hütte.
Jemias erschrak, er dachte seine Mutter hätte die Elfen nur erfunden, er dachte nicht das es sie wirklich gibt.
So schöne kleine Wesen hatte er noch nie gesehen und sie waren alle vollkommen.
Sie nahmen Jemias mit in denn Wald und wollten ihn auf den Kampf mit Rujo vorbereiten.
Anfangs stellte sich Jemias sehr ungeschickt an, er knallte gegen die Bäume, als ihm die Elfen das fliegen lernten.
Er verletzte sich mit seinem Schwert, doch diese Wunde verschwand wie durch Zauberhand.
Mit der Zeit wurde er immer besser.
Er mochte die Elfen bald genauso sehr wie seine eigene Familie, denn endlich konnte er das tun was er wirklich wollte.
Am meisten mochte er Loreley, sie war die schönste und liebste aller Elfen.
Er sagte zu sich, wenn sie ein Mensch wäre, würde er sie sofort heiraten und sie für immer lieben.
Doch leider waren das nur Träume, denn Elfen dürften nicht mit Menschen zusammen sein.
Außerdem hatte er jetzt Wichtigeres zu tun.
Jemias konzentrierte sich voll auf den bevorstehenden Kampf.
Er hatte große Angst zu versagen, er wollte das alte Reich zurück, so wie er es aus denn Geschichten seines Großvaters kannte.
Er wollte all die Schönheit und Magie zurück.
Aber vor allem, dass die Menschen wieder glücklich sind.
Noch nie hatte er eine Blume blühen gesehen, oder grüne saftige Wiesen.
Dies kannte er nur aus Büchern.
Doch nach dem Kampf sollte alles anders sein.
6
Der große Tag war gekommen.
Jemias und die Elfen näherten sich dem Schloß.
Als die Wachmänner sie erblickten kämpfte Jemias, es war ein Leichtes für ihn die Kobolde und Hexen zu besiegen.
Er war unglaublich stark.
Doch vor den Türen des Palastes, würde ihm Angst, er würde gleich dem Bösesten aller Bösen gegenüberstehen und müsse es mit ihm aufnehmen.
Doch er fasste sich ein Herz und stürmte in denn Saal.
Da sah er zuerst denn rosaroten Rubin, der genauso aussah wie der in seinem Bauchnabel.
Er fühlte sich auf merkwürdige Weise von ihm angezogen, doch dann kam Rujo.
Er fragte ihn ob er Lebensmüde sei, doch Jemias zog ohne ein Wort sein Schwert.
Rujo lachte nur und fing an zu kämpfen, er war verwundert wie stark dieser Junge war und warum er ihn nicht töten konnte.
Sie kämpften bis aufs Blut.
Nur Rujo blutete wirklich, bei Jemias vereilte alles in Windeseile.
Irgendwann funkelte der Rubin mächtig auf, er ließ Rujo in seine Einzelteile zerplatzen .
Der Rubin erhebte sich aus der Erde und verschmolz mit Jemias.
Sie wurden Eins.
Auf einmal begann die Sonne wieder zu scheinen, Jemias taten die Augen weh doch er schaute gebannt hin.
So etwas Schönes hatte er noch nie gesehen, die Halme der Wiesen richteten sich auf und die Blumen schossen aus der Erde.
Das ganze Volk spürte das etwas ganz anders war, sie eilten voller Freude zum Königshaus.
Auf dem Balkon stand Jemias er hatte die Krone auf und er sah wunderschön aus.
Er berichtete seinem Volk das nun alles wieder gut würde und neben ihm trat auf einmal eine wunderschöne junge Frau.
Es war Loreley, die ihm erklärte verhext worden zu sein.
Nun da der böse Zauber gebrochen war, war sie wieder wie früher.
Jemias verkündete die neue Königin.
Sie feierten noch tagelang und lebten glücklich bis an ihr Lebensende.

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