Nacht angebrochen
Am Fenster ich weil
Luft fühlt mich Atem
Mein´ Hand führt die Zeil´.
Am Fenster vergessen
Am Tag, was ich kenn
Nicht Namen noch Bilder
Noch Zahlen ich nenn.
Nur stilles Vergessen
Mich nachtens berührt
Wenn bedächtiges Wort
Mein Empfinden verführt.
Melancholische Zeilen
Gedanken errichten
Und Verse der Zeit
Sich in Schweigen verdichtetn
Melancholische Worte,
Die kommen und gehen
Und eigentlich nur aus
Gedanken bestehen.
Aus Gedanken, die man einst
Am Fenster gedacht,
Wo ich stillschweigend steh
Und von Worten bewacht.
Und ich stillschweigend dachte,
Was Worte wohl sind,
Die so stillschweigend fallend,
So tonlos und blind.
Und noch immer am Fenster
Steh ich und denke,
Welch magisch´ Kraft meine
Hand wohl grad lenke.
Welch kühler Hauch
Die Gedanken berührt
Und welch stillschweigend Hand
Meine Worte geführt.
Wo ich eigentlich nur
An dem Fenster hier steh
Und mit müdschwachen Augen
Die Nacht mir anseh.
Wo die Nacht doch so rein
Dass ich eigentlich nun
Melancholischen Wortes
Ins Bett könnte ruhn.

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