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Die Moritat von der Mücke

Die Moritat von der Mücke

Die Moritat von der Mücke (von Josef Festing)

 

Das Licht ist aus, ich möchte schlafen, 

ich bin umringt von lauter Schafen. 

Sie springen über einen Zaun, 

ich gleite sanft in einen Traum. 

Doch plötzlich ein Geräusch mich weckt, 

verursacht durch ein Fluginsekt. 

Am linken Ohr es leise summt, 

und bald darauf der Ton verstummt.

Jetzt macht sich Panik in mir breit, 

zum Handeln ist es höchste Zeit. 

Denn wenn das Tier die Haut berührt, 

wird gleich der Rüssel eingeführt. 

Pumpt sie ins Loch erst ein Sekret, 

kommt jede Hilfe dann zu spät. 

Der Juckreiz wird dich später quälen, 

du möchtest Dir die Haut abschälen. 

Drum, will dich eine Mücke plagen, 

musst du blindlings um dich schlagen. 

Doch die Gefahr ist erst gebannt, 

klebt sie zerquetscht an einer Wand. 

Nach einer solchen Metzelei 

ist es mit Schlafen meist vorbei. 

Du liegst dann hellwach auf dem Rücken, 

zählst keine Schafe, sondern Mücken. 

 

(geschrieben am 08.03.2009)

 

www.joseffesting.de.tl

 

 


(Josef Festing ) liegen die Rechte und die Verantwortlichkeit.
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exzellent
  • Aktuell 8.4/10
Bewertung: 8.4/10 (5 abgegeben)
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 alisa (28.Juli. 10)
Wie gut ich das kenne ; ).

Das Leben lässt grüßen.

Lg alisa
 Horst Kappel (27.Dezember. 09)
Wie wahr, wie wahr! Ich finde dieses Gedicht einfach spitze. Es ist wie aus dem Leben gegriffen - sehr gut.