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Sturm und Drang - Liebesgedicht

Sturm und Drang - Liebesgedicht

In strahlend blauem Sommerhimmel
flieg ich Vöglein jung und frei
die Welt mir fremd und einerlei,
eine Wolke zieht vorbei

Zieh voller Anmut meine Kreise
über fliederfarb'ner Heid',
unter einer Silberweid'
eine junge Maid

Kaum treffen sich unsere Blicke
spür ich rasend' Glück in mir
fliege froh hinab zu dir
"Bleibst Vöglein du wohl hier?"

Du hältst mich wohl in deiner Hand
zerbrechlich meine Glieder
sanft streichst du immer wieder
über mein Gefieder

Mit nach Hause nehm ich dich
behalt dich, schließ dich ein
sollst immer bei mir sein
niemals mehr allein

Als ich das drohend Unheil sag
entkommen dir will ich
doch hältst du feste mich
ich schreie innerlich

Du stehst glücklich hier am Käfig
schaust mich seufzend an
"mein Vöglein, sag mir wann
ich Gutes dir tun kann"

Voll Sehnsucht blick ich durch das Fenster
goldner Käfig, öffne dich!
sieh mein Herz, es schmerzet mich
und verzehret sich

So gern denk ich zurück daran
als ich dich einst dort sah
es war wohl Liebe da
wir waren uns so nah

Doch nun da Freiheit mir geraubt
mein Blick wird starr und leer
Was werden meine Augen schwer!
die Sonne sinkt nun sacht hernieder
senkt sich heut und niemals wieder

beweg mich nimmermehr


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exzellent
  • Aktuell 8.8/10
Bewertung: 8.8/10 (4 abgegeben)
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 AMG1993 (10.Januar. 10)
ich weiß nicht genau was ich dazu noch schreiben soll... wie wärs mit genial oder krass oder wow oder beeindruckend... sprachlos ist wahrscheinlich das besste wort was man noch sagen kann:-D